Spricht Abraham Solomon über seine Forschung, merkt man ihm seine Leidenschaft an. „Mich beschäftigt die Frage, wie Kulturfestivals als Plattformen für integrative Entwicklung und ökologischen Schutz dienen und zur Stärkung der kulturellen Identität beitragen können“, sagt der Masterstudent aus Nigeria. Diese Dynamiken untersucht er als Stipendiat des SDG-Graduiertenkollegs „Performing Sustainability – Cultures and Development in West Africa“, eines Verbunds der Universität Hildesheim, der University of Cape Coast in Ghana und der University of Maiduguri in Nigeria. Insgesamt sieben vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts geförderte SDG-Graduiertenkollegs vernetzen Hochschulen in Deutschland mit Hochschulen im Globalen Süden und fördern die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen.
Solomon studierte zunächst Wirtschaft und Erziehung an der Ahmadu Bello University in Zaria, Nigeria. Anschließend arbeitete er unter anderem als Programmleiter der Organisation YouthHubAfrica und engagierte sich in einer Vielzahl von Projekten zu Jugendpartizipation, Bürgerbeteiligung und Umweltbildung. Im Zentrum seiner jetzigen Forschung steht ein historisches Fischereifest in Nigeria, das Agatu Fishing Festival. Nach Jahrzehnten teils blutiger Konflikte um den Ochulo-Fischteich wurde es erst 2022 von der lokalen Bevölkerung wiederbelebt und gilt heute als Symbol für Frieden und Versöhnung.