Im Austausch

Nachhaltigkeit neu denken: Der Weltraum als Ökosystem

Wie die DAAD-Stipendiatin Katina Staleva grüne ­Transformation erforscht.

Ausgabe 1 | 2026

Ressourcen schonen, Kreisläufe schließen, neue Wege denken – für Katina Staleva beginnt nachhaltige Transformation bereits im Studium: Am Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit der Technischen Universität München studiert die DAAD-Stipendiatin Bioökonomie. Ihr Fach verbindet Naturwissenschaften und wirtschaftliche Fragen mit dem Ziel, fossile Rohstoffe durch nachwachsende Ressourcen zu ersetzen und eine klimafreundliche, kreislauforientierte Wirtschaft zu gestalten.

Stalevas Fokus liegt vor allem auf Biodiversität: Als „EU Bioeconomy Youth Ambassador“ der Europäischen Kommission engagiert sie sich ehrenamtlich dafür, das Thema in Europa bekannter zu machen. Als schützenswertes Ökosystem gilt für Staleva auch der Weltraum. Als ein Kommilitone einen Wettbewerb der NASA für eine autarke Raumstation gewann, war ihr Interesse geweckt.

Gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen beschäftigte sie sich mit alternativen Antrieben wie wasserstoffbasierten Trägerraketen sowie mit der Frage, wie sich Weltraumschrott reduzieren lässt. Auch wiederverwendbare Raketen spielen dabei eine Rolle. „Die Diskussion steht noch am Anfang, aber es ist wichtig, Nachhaltigkeit in möglichst vielen Bereichen mitzudenken“, sagt Staleva. —