„Ich habe schon viel Unterschiedliches gemacht – und auch immer wieder die Richtung gewechselt“, erzählt Nirujan Rameshkumar. „Ich bin selbst gespannt, wohin mein Weg mich noch führen wird.“ Begonnen hat die akademische Laufbahn von Rameshkumar im Jahr 2017 an der University of Jaffna, wo er im Rahmen seines Meeresbiologiestudiums Schwämme erforschte. „Dabei habe ich erkannt, dass ich mich vor allem für akademische Forschung interessiere.“ Als Forschungsassistent im Vaithianathan Lab am University of Tennessee Health Science Center in Memphis, USA, fand er seine Berufung: die Neurowissenschaft. „Ich habe daran geforscht, die Physiologie der Netzhaut im Auge von Zebrafischen besser zu verstehen.“ Ein Forschungsfeld, auf das nun seine Arbeit als PhD am Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik in Köln aufbaut. „Meine Doktorarbeit untersucht, wie sich Mikrogravitation auf menschliche neuromuskuläre Synapsen in 3D-Gewebemodellen aus Stammzellen auswirken.“ Diese human-induzierten neuromuskulären Organoide (iNMOs) züchtet Rameshkumar im Labor. Danach schickt er sie ins Weltall – bald sogar auf die Internationale Raumstation (ISS). Seine Forschung zielt darauf ab, Strategien zu entwickeln, den negativen physiologischen Auswirkungen der Raumfahrt auf Astronautinnen und Astronauten entgegenzuwirken. Als Stipendiat im DLR-DAAD Research Fellowship Programme, betreut von Dr. Christian Liemersdorf vom DLR und in Zusammenarbeit mit dem Labor von Dr. Volker Busskamp am Universitätsklinikum Bonn, befinde er sich in der perfekten Forschungsumgebung, sagt er: „Der Austausch mit anderen Fachrichtungen ist einfach, die Arbeitsumgebung hochwertig – und meine Kolleginnen und Kollegen sind einfach die besten.“ —
Im Austausch
Vom Meeresgrund ins All
Der sri-lankische Stipendiat Nirujan Rameshkumar forscht zu Auswirkungen von Schwerkraft auf menschliche Zellen.
Ausgabe 1 | 2026